A Day in Le Brassus
– Audemars Piguet Manufacture Visit

LE BRASSUS – AUGUST 14th 2018 [ANZEIGE]

 

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

 

 

 

 

 

Bereits beim Betreten der Produktionsräume der Manufaktur stellte sich eine angenehme Ruhe ein. Uhrmacher in weißen Kitteln sitzen konzentriert an ihren Arbeitsplätzen, manche von ihnen tragen Kopfhörer und scheinen wie in sich versunken zu sein. Die Bewegungen sind leise und ruhig. Der Raum ist hell. Das Mittagslicht durchdringt die großen Fensterfronten. Dahinter grüne Wiesen, Wälder und Berge. Ich bin in Le Brassus. Zu Gast bei AUDEMARS PIGUET, der traditionsreichsten Uhrenmanufaktur in der Schweiz. Eine ruhige Gegend. Gelegen im Vallée de Joux, einem Hochtal im Schweizer Jura, werden hier seit 1875 technisch anspruchsvolle Zeitmesser gefertigt. Die Zeit im Überfluss: Das raue Klima, die völlige Abgeschiedenheit und die langen Wintermonate inspirierten Jules Louis Audemars und Edward Auguste Piguet bereits früh zum Uhrenmacherhandwerk. Die natürlichen Ressourcen der Gegend, wie die Gewässer, das Eisenerz und das Eis waren die idealen Voraussetzungen für die Entstehung der Zeitmesser. Wie auch der klare Nachthimmel über dem Tal. Ein Symbol für den Lauf der Zeit, vorgegeben von den Sternen. Eine naheliegende Inspiration in der Entwicklung der Haute Horlogerie – der hohen Kunst der Uhrmacherei.

Tradition steht hier deutlich im Fokus. Und so ist Audemars Piguet auch noch heute in den Händen der Gründerfamilien. Eine schmale Landstraße führte mich nach Le Brassus, in das abgelegene Hochtal. Um mich herum Natur. Weiden und dunkle Wälder. Im kleinen Ort angekommen spüre ich sofort die Ruhe. Eine Ruhe, die sich genauso in der Arbeitsweise der hochausgebildeten Uhrmacher widerspiegelt. In der Manufaktur werde ich durch die Hallen geführt. Die Produktionstische sind weitaus höher als die Stühle. Die Uhrmacher scheinen regelrecht mit ihren Armen auf ihnen zu liegen. Um sie herum winzige Teile, Zangen, Pinzetten und andere Gerätschaften. Manche Teile sind so klein, dass man sie nur durch einen Blick in das Mikroskop genau erkennen kann. Ich werde in einen separaten Raum geführt. Hier scheint es sogar noch ruhiger zu sein. Ich bin im Bereich der Grande Complication – einem Ort, an dem besondere Uhren zusammengesetzt werden. Bestehend aus 648 Teilen und einer Arbeitszeit von sechs Monaten entstehen hier circa zwölf Exemplare pro Jahr. Die geringe Stückzahl steht so oder so für Audemars Piguet. Jährlich werden 40.000 Uhren hergestellt. Nicht eine mehr. Das Unternehmen steht auch heute noch für die gehobene Kunst der Uhren-Handarbeit. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

 

 

 

 

 

Eine historische Einordnung: Das Audemars Piguet Museum zeigt die Entstehungsgeschichte der Manufaktur, die Design-Entwicklung der einzelnen Modelle sowie die besondersten Stücke der Firmengeschichte. Begonnen im Jahr 1875 widmete sich die Manufaktur vorwiegend der Produktion von komplizierten Taschenuhren, die seiner Zeit noch oft für Fremdmarken hergestellt wurden. Die ersten Modelle der Grande Complication wurden 1882 vorgestellt: Modelle mit Chronographenfunktion, Ewigem Kalender und Minutenrepetition. Die Marke wuchs stark und konnte bereits 1888 Vertriebsstellen in Frankreich, Deutschland, England, Argentinien und den Vereinigten Staaten vorweisen. Die steigende weltweite Bekanntheit erforderte 1907 die Errichtung einer neuen Fabrik. Neben dem damaligen alten Firmengebäude entstand die neue Manufaktur, die das heutige Museum beherbergt. Seit der Eröffnung im Jahr 1992 werden hier nicht nur Uhren ausgestellt: Dokumente und alte Arbeitsgeräte werden bis heute gesammelt und archiviert. Relikte und Motive, die uns wieder an die Zeit erinnern, an die Stille des Vallée de Joux, die konzentrierte und bedachte Arbeitsweise der Uhrmacher und an das Erbe von Audemars Piguet. 

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

A visual Story: Audemars Piguet Manufacture Visit - by Fiona Dinkelbach

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

One Comment

  1. Sehr spannender Post, liebe Fiona! Schön auch mal etwas hinter die Kulissen zu schauen.
    Die Bilder sind wie immer sehr schön geworden!
    xoxo
    Ingrid